kalte gedanken.

Veröffentlicht auf von katzemithut

Und als der Vater in die mit Tränen gefüllten Augen seines kleinen Mädchens sah, welches schon lange Zeit nicht mehr so klein war, wie er es sich erträumte, da wusste er doch nicht, warum sie so verzweifelt war. Schweigend verließ sie das Gefecht, wo eben erst die Worte flogen, hinterließ den alten Mann allein. So fand er sich in tiefster Stille, bitterlich weinend um das kleine gebrochene Tochterherz. Müde war er geworden, mit den Jahren und der Zeit. Das Mädchen war herangewachsen und seither war das Haus so leer. Die Stille war mit eingezogen, verdrängte jeden Funkenflug und jedes kleine bisschen Glut, das Feuer hätte machen können. Kein warmes Flackern, kein gemütliches Knistern, welches dieses Schweigen bricht und ein bisschen Wärme in die kalten Knochen des alten Mannes bringen könnte. Als er seiner Tochter an jenem Tag in die Augen blickte, da erkannte er, dass weder guter Zuspruch, noch eine starke Schulter das kleine Herz reparieren können.

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