Meermädchen

Veröffentlicht auf von katzemithut

Für dich, Meermädchen.

 

Wenn alles was du tust nicht das ist, was es sein sollte und alles was du fühlst nicht das ist, was du spüren solltest. Wenn alles was du musst nicht das ist, was du willst und alles was du kannst nicht das ist, was du brauchst. Dann fahr zum Meer hinaus, nimm all den Ballast mit und schreie ihn aus dir raus.
Alles verebbt dann und wann mal für eine Weile und kommt mit der Flut wieder her. Die Wellen brechen am Ufer, brechen am Pier und ein Stück weit bricht etwas in dir. Denn diese Wogen treiben dich auf das Meer hinaus, sie nehmen dich mit für eine Reise. Vom Hier und Jetzt zum Dann und Wann bis zum Irgendwo, hinfort. Bis du dich am Ufer wiederfindest, ausgespuckt vom weiten Meer. Völlig ausgekühlt und abgemagert vom eisigen Gefecht mit dir selbst. Doch das salzig trübe Wasser nimmt dir all die Zweifel, all den Kummer, all den Frust.
Wenn dann jegliche schwarze Gedanken aus dir raus gespült wurden, dann warte ich am Strand auf dich. Nehm' dich in meine Arme und wärm' dich wieder auf. 

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