Aus den Augen, aus dem Sinn.
Wir waren gemeinsam zu einsam. Fühlten uns verloren zwischen Hoffen und Bangen. Wir zerbrachen daran, zerbrachen am Wandel der Zeit. Du gingst fort, sagtest mir unter einem kargen Lächeln, ich würde etwas Besseres verdienen. Warst jedoch nur darauf bedacht, etwas Besseres als mich zu finden. Schließlich ließ ich alles los und tauchte ab. Tauchte in die Tiefen des Meeres, während du dich an neue Ufer begabst. Während du entdecktest, lachtest, lebtest. Ich fischte im trüben Tümpel des Lebens nach ein bisschen Zuversicht, ich suchte nach dir. Aber ich fand dich nicht. Wir hatten uns verloren. Ich war, im schlammigen Morast sitzend und dem Kummer ein Zuhause gebend, weit weg von deiner neuen Welt. Du hattest dich und deine Unsicherheit hinter dicken Fassaden versteckt. Du fühltest dich sicher, hinter den Wänden aus Lügen und Abscheu. Hattest dir eingeredet, dass sie dich vor der Wahrheit schützen würden. Und so weit weg von der Realität sahst du nicht, dass du mein Pflaster hättest sein sollen. Sahst nicht einmal mein von Schmerz verzerrtes Gesicht, als ich zusammengekrümmt inmitten meiner Zweifel lag. Ganz nackt, ganz hilflos lag ich dort. Meine Tränen, wie reißende Flüsse am Gebirge der Angst, über mein Gesicht laufend. So lag ich dort, hüllenlos, ohne irgendeinen Schutz. Neben blassen Gestalten, neben Traurigkeit und Wehmut und du belächeltest die Vergangenheit.
Ich mache es dir so einfach mich noch einmal zu verletzen. Aber du siehst mich nicht.