fade away..
Ich bin erschlagen, ich bin geplättet und erdrückt. Ich will neu geboren werden. Denn ich kann die Wogen nicht mehr glätten. Ich kann den Glauben nicht mehr retten. Nieder geht die Zweisamkeit. Was noch bleibt, ist Zeitvertreib. Es ist so, als hätte man uns nie gelehrt zu fliegen. Uns nie gezeigt zu lieben. Das Feuer erlosch, die Liebe verkroch sich unter Zweifeln. Hatten uns einst ins Risiko verliebt. Wollen nun nicht zugeben, dass die Wut und der Hass uns blind machten. Probieren uns einzureden, dass auch wir dem Wandel der Zeit gewachsen sind. Doch wir fühlen uns in den Massen verloren und in der Weite allein. In der Breite zu einsam und in der Größe zu klein. In den Mengen zu hilflos und in Gedanken zu fremd, in den Armen bedrängt und in der Leere ertränkt.
Vielleicht ist das Leben ja nicht nur ein Wettlauf mit der Zeit, sondern auch ein Kampf.. und irgendwann kämpft man unaufhaltsam als Insasse gegen die eigene Liebe.
Ich gehe jetzt fort, um in den stillen Gewässern die Tiefe zu suchen. Will mich aus dieser Hilflosigkeit befreien. Doch ich sehe nicht, wo ich hin treibe. Ich sehe gar nichts. Das quält mich. Aber vielleicht sind es Siegesqualen. Ja, ich habe gesiegt. Denn ich habe begonnen, die Vergangenheit ruhen zu lassen.
Ich habe begonnen zu leben.