mein horizont.

Veröffentlicht auf von Knöpfchen.

 

Je näher ich dem Horizont kam, desto weiter ging er weg und je näher wir uns kamen, desto größer wurde der Abstand zwischen uns. Mit jedem weiteren Schritt entfernte sich der Horizont und die felsige Kluft in unserer Mitte weitete sich mit jedem Wort. Die Tatsache, dass man den Horizont nicht erreichen kann bleibt stets -das kann man nicht verändern. Doch die Entfernung unserer Seelen können wir vermindern, wir können die Nähe unserer Herzen vertiefen und allen Abstand weiter verringern. Bis schließlich jegliche Distanz überwunden ist und die erst mickrige Pflanze zu einem Baumstamm gigantischer Größe anwächst. Dann können wir an den Jahresringen alle Erinnerungen ablesen, sehen wie viele kalte Winter unseren Seelen überstanden haben und an der kaputten Rinde spüren, wie schwer es manchmal ist unverletzt davon zukommen. Die Abbilder unserer Selbst -tief in dem Holz verewigt, werden uns bis zum Fall des Baumes und bis zum Fall aller Momente daran erinnern, was für tiefe Spuren wir im Leben des anderen hinterlassen haben.                          

 

Aber heißt es nicht, dass Spuren auf dem Land nach einiger Zeit verblassen und in Luft und Wasser nicht mal sichtbar sind?  Lasst uns die Seelen anderer bunt malen, Herzen flicken und verlaufene Geister einfangen. Die Sonne nicht mehr untergehen lassen, Hände schütteln, Verirrte wach rütteln und die Spuren nicht vergehen lassen.. Bis zum Horizont wandern, auch wenn dies unmöglich ist.

 

 

takk, min pilot.

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D
<br /> Schön geschrieben.. c:<br /> <br /> <br />
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