Schwarze Lotusblüte.
Ein Wall aus Schmerzen, der mich umgab. Wie eine Welle schwappte alles über mich. Verfluchte die Gedanken, die still sanken und mich unbemerkt mit sich ertranken. Mich versenkten in den Fluten des Verderbens. Mit den Klängen der Angst im Ohr tauchte ich ab, still schweigend ging ich unter. Ohne den Anschein zu erwecken, es würde mich stören. Meine zartgliedrigen Gedanken wurden immer lichter, mir fehlte die Kraft. Die täglichen Ängste zu überwinden, konnte nicht mein einziges Ziel sein. Ich begann zu begreifen, dass die Mauern durchbrochen werden mussten. Und so pflasterte ich mir die Wege mit Fantasie. Meine zerbrechliche Hoffnung hübsch drapiert auf den höchsten Thron, setzte ich mir die Krone auf. Ließ die Zuversicht tanzen, reichte dem Leben meine Hand. Malte mir den Frieden, sang Lieder von dem glücklich sein.
Aber wenn ich den Vorhang wieder schließe, gehen die Lichter über mir aus. Dann endet alles. Die Angst wird wieder zur Angst. Die Trauer lässt jeglichen Glanz verschwinden und der Wunsch des unendlichen Glücks zerplatzt.