Unbemerkt.
Du sahst zu, wie sie ins Eis einbrach. Wie hinterm Nebel, ihre Schreie das Letzte waren, was sie von sich gab. Standst am Rande des Sees und rührtest dich nicht vom Fleck. Erst als alle nach ihr suchten gingst du leise fort. Hofftest, dass die Spuren, die du unachtsam hinterlassen hattest, mit der Zeit verschwinden würden. Doch auch als der Frühling nahte blieb sie in deinen Gedanken, sie verfolgte dich. Wohin du auch gingst, egal was du tatest –sie begleitete dich. Sperrtest dich in dunkle Räume, schlosst alle Türen ab..aber nichts half. Graue Schleier der Verzweiflung überdeckten langsam dein Gefühl der Macht. Das warme Wohlgefühl der Stärke wurde immer schwächer, es reichte dir nicht mehr. Und so zogst du los, um unbemerkt in den Massen nach kleinen Gesichtern zu suchen, die dir unbedacht folgen. Nahmst sie bei der Hand...
Willkommen in der Realität. Kein Wind der Welt lässt die Freiheit erklingen.