Vixit ad mori.

Veröffentlicht auf von Knöpfchen.

Die Melancholie beschlich wieder einmal deinen müden Geist. Die Zeit trieb langsam einen Keil zwischen dich und deine Hoffnung. Deinen Blick immer auf das Ende gerichtet, du hattest dir deinen Untergang als Ziel gestzet. Wolltest deinen Platz in der Grausamkeit räumen, damit irgendjemand anderes sich den Qualen des Lebens stellen muss. Wünschtest dir, dass sie genauso unter dem ständigen Leid zu Grunde gehen. Hattest nicht die Kraft dich weiter Überwasser zu halten. Die Zuversicht gabst du längst auf. Du wusstest, dass nur du selbst deine Rettung sein konntest. Und so gingst du in Richtung der Sonne, um ein einziges Mal ein Funken Hoffnung zu sehen. Blicktest ein letztes Mal dem Himmel empor, um die Tränen der Engel in deinem Gesicht zu spüren. Dann gabst du dich auf. Liest deine Seele davon treiben. Deine Seele, alles was die Spuren der Zeit noch nicht ganz zerstört hatten. Sitzt nun zwischen umherschleichenden Leichen. Sie starben für nichts, sie lebten für das Sinnlose. Doch du starbst, um dich zu retten. Du lebtest, um zu gehen. Der Abschied fiel dir leicht, denn die Leere in deinem Herzen hatte es längst gebrochen. 
Wohin bist du gegangen, kleiner Prinz?

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