zweitausendvierzehn
Ich stellte mich unter die kalte Dusche und spülte frierend 2013 von mir ab. Wusch die letzten schlechten Erinnerungen, düsteren Momente und die über das Jahr entstandenen Zweifel von mir ab. Rieb mir die Müdigkeit und Trauer aus den Augen. Für einen Moment stand ich regungslos da, schloss meine Augen und zählte leise „Drei.. Zwei.. Eins.“. Als ich meine Augen wieder öffnete blickte ich in dein Gesicht. „Du glaubst das neue Jahr wird besser, hm?“ sagtest du grinsend und wandst dich kopfschüttelnd von mir ab. „Gib auf Mädchen, du träumst zu viel. Du hast den Blick für die Realität verloren.“
Und als die Traurigkeit leise dir Tür hinter sich schloss und weiter vor sich hin lachte, da glaubte ich ihr. Vielleicht hatte sie recht. Vielleicht hatte ich den Blick für die Realität längst irgendwo verloren. Vielleicht verlor ich mich zu oft in meinen Träumen und fand einfach nicht mehr heraus.