zweiundsiebzigeinhalb.
Es ist die Fantasie, die mir ab und an die Hand entgegenstreckt und mich aus der Realität befreit. Für einen Moment aus dem „hier und jetzt“ fliehen, für einen Moment aus der großen Welt ausbrechen und sich einfach unter der Bettdecke verstecken. Aber egal wie sehr ich mich hier raus wünsche, stecke ich dennoch in meiner Haut. Es bleiben meine Schritte, die ich gehen werde. Es bleiben meine Worte und Gedanken, die ich schreiben werde. Egal wie sehr ich mich aus meiner kleinen Welt raus wünsche, stecke ich dennoch hier fest und muss zusehen, wie alles um mich rum langsam einstürzt. Denn du bringst grade meine kleine Welt zum schwanken; du bringst meine Gedanken vollkommen durcheinander. Du gabst meiner Welt den Glanz, der ihr einst fehlte. Du verliehst ihr Farbe und alles Grau erstrahlte von dort an herrlich bunt. Aber weißt du, was ich glaube? Ich glaube, dass du die Schönheit der Dinge einfach mit dir fort genommen hast. Und ich frage mich, was dir das Recht gegeben hatte, mir alles zu nehmen.. indem du gingst. Habe all meine Hoffnungen auf eine Karte geschrieben und sie an einem Luftballon gebunden in den Himmel geschickt. Habe gehofft, dass der Luftballon nie platzen wird. Als hätte ich nicht gewusst, dass alle Träume platzen werden und die Hoffnung im nächsten Fluss untergeht. Aber nun wurde ich eines Anderen belehrt. Jetzt weiß ich, dass es falsch war, auf irgendein Happy End zu hoffen. Und so sitze ich zwischen den Trümmern, die du hinterlassen hast und frage mich, ob es das alles wert war. Vielleicht hätte ich dir nie begegnen sollen..