Trauerweide.

Veröffentlicht auf von katzemithut

Hoffe jeden Moment, dass alles anders wird. Aber dann weht der Wind mit voller Kraft durchs Land und lässt Äste brechen. Ja, ganze Bäume reißt er aus. Wenn die Trauerweiden an ihrer Trauer leidend leise zu mir flüstern, dann weiß ich, dass jede Hoffnung verloren ist. Die Traurigkeit tropft stillschweigend und klammheimlich von ihrem Geäst auf den Boden hinab. Mit jedem weiteren Tropfen schwindet die Sehnsucht nach Glück. Die leisen Gesänge der Weiden dringen in mich ein und stehlen mir die Zuversicht. Haben uns dem Groll in uns gefügt. So stolzieren wir voller Hass hin und her. Von Norden nach Süden und finden keinen Ort, welchen wir unser Zuhause nennen könnten. Haben vergessen wo unsere Heimat ist. Nichts verbindet uns mit jenem Ort, an dem wir freudestrahlend erwartet wurden, an dem Tag zwischen Frühling und Sommer. Wollen uns verstecken hinter den dreckigen Häuserfassaden. Laufen unbekannt inmitten der vielen Gesichter. Wissen weder wer wir sind, noch wer wir sein wollen. 

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