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Unbemerkt.

Du sahst zu, wie sie ins Eis einbrach. Wie hinterm Nebel, ihre Schreie das Letzte waren, was sie von sich gab. Standst am Rande des Sees und rührtest dich nicht vom Fleck. Erst als alle nach ihr suchten gingst du leise fort. Hofftest, dass die Spuren,...

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Wir sahen der Sonne beim Sinken zu. Stehen nun im Licht der Straßenlaterne, unter dem kleinen Lichtkegel in der sonst so dunklen Nacht. Meine vom Hass und der Wut mit Tränen gefüllten Augen mit starrem Blick auf dich gerichtet, stehe ich still schweigend...

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tempus fugit.

Will am liebsten umkehren. Auf dem Absatz kehrt machen und dann schnurr stracks in Richtung Sonne laufen. Denn ich bin ernüchtert, bin den Regen satt. Ich bin die Kälte leid, den Hunger. Ich bin das ständige warten leid, den Kampf. Ich habe die weiße...

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Aus den Augen, aus dem Sinn.

Wir waren gemeinsam zu einsam. Fühlten uns verloren zwischen Hoffen und Bangen. Wir zerbrachen daran, zerbrachen am Wandel der Zeit. Du gingst fort, sagtest mir unter einem kargen Lächeln, ich würde etwas Besseres verdienen. Warst jedoch nur darauf bedacht,...

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Anthrazit.

Die Traurigkeit tropft leise von der Decke, hinein in den See der Grausamkeit. Lauter leidende Gesichter, stets im Kampf um Hab und Gut. Stets drauf und dran die Waffen zu heben, ganz grundlos. Tranken alle aus dem Kelch des Mutes, sind ganz betäubt von...

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entflohen.

Ich bin entflohen. Ich habe es gewagt –Bin einen Schritt voran gegangen, hinein in die Ungewissheit. Ich tauchte ein, begab mich in die Tiefen des Nichts. Mit der Absicht zu vergessen. Zu verdrängen, zu entkommen. Dem hier und jetzt, dem dann und wann,...

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Vixit ad mori.

Die Melancholie beschlich wieder einmal deinen müden Geist. Die Zeit trieb langsam einen Keil zwischen dich und deine Hoffnung. Deinen Blick immer auf das Ende gerichtet, du hattest dir deinen Untergang als Ziel gestzet. Wolltest deinen Platz in der Grausamkeit...

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..vous n'êtes rien.

Wir waren nie wie Siegfried und Roy. Du warst weder Romeo, noch war ich Julia. Es fehlte der Glanz, es fehlte der Wille. Dort wo einst das Vertrauen war, ist nun ein tiefes Loch, welches sich Stück für Stück immer weiter mit Schmerzen füllt. Ein Abgrund...

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Die Geschichte der Traurigkeit, Teil 2

Memoiren des von mir geführten Lebens. Geführt? Gelebt? Durchlebe, durchfahre und ertrage es wohl eher. Das ist alles. Ein paar Worte, nicht mehr als das: Ich bin müde. Müde von meinem Dahintreiben, ich bin müde vom Leiden. Ich bin müde vom ständigen...

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Hölle.

Die Krallen des Bösen haben Spuren, auf und in mir, hinterlassen. Vom meinem Herzen bis zur Hand, von meinem Verstand bis zu meinen Träumen –schmerzende Spuren. Meine Seele längst zerfressen, drifte ich qualvoll durch die Hölle. Ich bin nur ein Instrument...

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